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Friedrich Jürgenson

Friedrich Jürgenson

1903 – 1987 (84 years)
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Biography

 Friedrich Jürgenson (8. Februar 1903, Odessa – 15. Oktober 1987) war ein schwedischer Maler, Opernsänger und einer der ersten, der öffentlich von einem Phänomen sprach, das bis heute Rätsel aufgibt: den sogenannten elektronischen Stimmen der Verstorbenen. Im Juni 1959 behauptete er, auf einer Tonbandaufnahme Stimmen aus einer anderen Welt gehört zu haben – ein Moment, der sein Leben für immer verändern sollte.

Schon in jungen Jahren sprach Jürgenson fließend Russisch, Estnisch und Deutsch. Seine Sprachbegabung wurde gefördert und sollte ihm später helfen, die geheimnisvollen Stimmen zu entschlüsseln, die in verschiedenen Sprachen auf seinen Tonbändern auftauchten.

Seine künstlerische Ader zeigte sich früh – Gesang und Malerei wurden zu seinen Ausdrucksformen. Nach der russischen Revolution floh seine Familie nach Estland. 1932 zog er nach Palästina, wo er in Tel Aviv seine Studien fortsetzte. Zwischen 1935 und 1938 lebte er in Mailand, um eine Karriere als Opernsänger zu verfolgen. Doch eine langwierige Atemwegserkrankung zwang ihn, diesen Traum aufzugeben.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte er nach Estland zurück, bevor er sich dauerhaft in Stockholm niederließ. 1949 begann ein neues Kapitel: Als einziger Künstler erhielt er die Erlaubnis, unter der Kuppel des Petersdoms in Rom zu malen. In der Stille der Krypta, zu der nur er Zutritt hatte, schuf er Porträts von Papst Pius XII., die später im Vatikan ausgestellt wurden.

Doch es war eine Aufnahme im Jahr 1959, die ihn auf einen Weg führte, der ihn weit über die Grenzen der Kunst hinausführte. Beim Aufzeichnen von Vogelstimmen hörte er plötzlich die Stimme seiner verstorbenen Mutter – klar, liebevoll, jenseitig. Er schwieg zunächst, forschte weiter, und erst 1963 lud er internationale Journalisten zu einer Pressekonferenz ein, um seine Entdeckung zu teilen. Das Phänomen der „elektronischen Stimmen“ (EVP) war geboren.

Zwischen 1967 und 1969 nahm Jürgenson an Ausgrabungen in Pompeji teil und drehte einen Dokumentarfilm. Für seinen Film „Alle wollen den Papst sehen“ wurde ihm ein Rittertitel verliehen. Im selben Jahr veröffentlichte er sein Buch „Sprechfunk mit Verstorbenen“, das für viele zur spirituellen Wegmarke wurde.

Ab den 1970er Jahren widmete er sich ganz der Erforschung der Stimmen aus dem Jenseits. Er hielt Vorträge in Europa und den USA, empfing Besucher aus aller Welt in seinem Haus im südschwedischen Höör – Journalisten, Wissenschaftler, Suchende.

Zwischen 1980 und 1986 arbeitete er an einem Film, der sein Leben und seine Arbeit dokumentierte – ein Vermächtnis, das seine Verbindung zur unsichtbaren Welt festhielt. Die Premiere fand im Mai 1987 in München statt. Wenige Monate später, im Oktober desselben Jahres, verließ Friedrich Jürgenson diese Welt – vielleicht, um endgültig zu jenen Stimmen zurückzukehren, die ihn so lange gerufen hatten.

Burial Place

55.40982, 12.9558
Sweden, Höllviken
Internet Profiles
  • Religion
  • Work
  • Education
  • Hobbies
Христианство
Date of Birth08.02.1903 г.
Date of Death15.10.1987 г.
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